Angst…
… ist und bleibt ein schlechter Berater, viele Menschen verspüren sie aktuell, ich selbst kann mich auch nicht von ihr freisprechen, aber ich versuche mit ihr umzugehen und etwas aus ihr zu lernen. Die eigene Angst kann sich auch in Wut umwandeln, Wut nicht ge- oder erhört, nicht wahrgenommen zu werden. Wir alle machen in diesem Jahr eine sehr harte Lebensprüfung durch. Ich für meinen Teil bin gerade froh keine Kinder zu haben, ich wäre überfordert und ziehe meinen Hut vor allen Eltern, die trotz Arbeit ihre Kinder bespaßen und sie von all dem Mist ablenken. Um jetzt jedoch auf den eigentlichen Punkt zurück zu kommen, steht unsere Gesellschaft vor der Frage, wie wird sie sich weiterentwickeln? Verfolgt man die Modelle einiger, die alles schwarz sehen und Inhalte aus nicht nur fragwürdigen, sondern auch zum Teil das leibliche Wohl gefährdenden, Quellen teilen, denke ich mir, wie kann ich diese Personen aus der Blase hervorholen und ihnen die massive Verfolgungsangst nehmen, ihnen neue Wege aufzeigen? Sie darauf hinweisen, über ihren Tellerrand hinweg zu schauen und auch andere Meinungen wieder wahrzunehmen, sich wieder etwas mehr zu öffnen. Es bringt definitiv nichts, wenn man ihnen nur um die Ohren haut, wie bescheuert ihre Aussagen sind, vielmehr muss man ihnen, ohne Einflüsse etwaigen Sarkasmus (den ich ja eigentlich zelebriere) aufzeigen, dass manch ge- und verteilte Meinung nicht zu belegen ist. Das eigene Hinterfragen einer Aussage oder Meinung muss, einfach gesagt, gefördert werden. Manchmal reicht es dann schon, die einfache Frage zu stellen: „Wovor hast du eigentlich wirklich Angst?“ und im Nachhinein: „Worauf begründet sie sich?“, es sind Einzelgespräche, die dafür sorgen können, dass diese Person ihre Ängste teilt, offen diese benennt und diesen dann auch entsprechend entgegen treten kann.
Ich muss zugeben, ich habe nicht immer die Kraft dagegen zu halten und ziehe mich manchmal auch kopfschüttelnderweise zurück. Versuche aber dennoch immer wieder zu verdeutlichen, dass es in jeglicher Hinsicht mehr als den eigenen Standpunkt gibt, ich liebe die Diskussion, sofern die Argumente nicht ausnahmslos an den Haaren herbei gezogen sind, ja, auch ich irre mich, eben jenes ist durchaus menschlich, ich mach nicht alles richtig, habe jedoch immer auch die Möglichkeit mein Handeln oder meine Aussagen zu überdenken, diese in manchen Fällen gar zu korrigieren. Ich habe es wahrgenommen, dass meine Fehler Auswirkungen haben, die einen größer, die anderen kleiner. Ich muss ehrlich gestehen ich habe Angst vor der Entwicklung, wie sie sich in Teilen unserer Bevölkerung vollzieht. „Ich habe Recht, du bist und deine Meinung ist Scheiße.“, ist nicht das, was ich für ein eigentlich gütliches Zusammenleben wünsche.
Sorry, das musste gerade mal raus, nachdem ich mal wieder ein aberwitziges Video in meine Timeline gespült bekommen habe, welches mich an der geistigen Verfassung, sowohl des Machers, als auch des Teilenden, zweifeln, gar verzweifeln, ließ.